Presseartikel des Schifferstadter Tagblatt vom 13.05.2019

FDP-Mitglieder stellten sich und ihre Ideen zur Stadtentwicklung vor

Ein Team, das darauf brennt, für die BürgerInnen etwas tun zu dürfen: v.l.n.r.: die teilnehmenden FDP-Mitglieder Bernd Schütte, Dr. Christian Rusch, Doris Disqué, Peter Trauth, Fabian Geckler, Karen Lill und Wolfgang Obermann. Foto: ise.

Schifferstadt (ise). „Wir brennen darauf, etwas tun zu können“, war die einhellige Meinung der Mitglieder der FDP am Dienstagabend in einem Pressegespräch im Hotel Kaufmann zur Kommunalwahl am 26. Mai.

Dafür setzt sich die FDP ein:
Peter Trauth (Personalreferent), seit 2018 im Stadtrat (Nachrücker von Karen Lill) liegt eine gute Zusammenarbeit mit allen Ratsmitgliedern am Herzen und kein Gegeneinander, so wie es des öfteren bisher der Fall gewesen sei. Einbringen möchte er sich besonders im kulturellen Bereich und bei den Kindertagesstätten.
Wolfgang Obermann (Informatik-Kaufmann) würde sich freuen, sich auf kommunalpolitischer Ebene gerne in den Bereichen Parkraumsituation und Mobilitätskonzept einbringen zu können, die Kultur zu fördern und mit Herz und Verstand das Beste für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.
Bernd Schütte (Oberst a.D.) hob den Schifferstadter Wald hervor, den er als „Kleinod“ bezeichnete. Das gelte es zu pflegen und zu bewahren. Dafür setzt er sich bereits als Mitglied im Forst-, Agrar und Umweltausschuss ein. Einen zweiten wichtigen Bereich sieht er bei den Stadtwerken, da er hier auch Einblick als Werksausschuss-Mitglied hat.
Doris Disqué (Diplom-Sozialpädagogin i.R.) Sie möchte dazu beitragen, dass Schifferstadt eine Wohlfühl-Stadt wird, wie beispielsweise durch eine Tagesstätte für Senioren und ein Café mit schönem Ambiente am neugestalteten Kreuzplatz. Auch eine „saubere Stadt“ ist ihr wichtig, da es nach wie vor viel „wilden Müll“ gäbe. Vorstellbar sei das Aufstellen von Containern, so dass diejenigen, die etwas dagegen tun möchten, keine weiten Wege hätten.
Fabian Geckler (Beamter) Als Neubürger ist er bestrebt, Schifferstadt voran zu bringen und mit zu gestalten. Er würde gerne die Verwaltung bei der Modernisierung unterstützen und ein Konzept erstellen, welche Dienstleistungen über Online erledigt werden können. Darüber hinaus möchte er sich dafür einsetzen, Gründerszenen mit Startups nach Schifferstadt zu bringen, für sie Räume zur Verfügung zu stellen und das Fest- und Mobilnetz weiter zu entwickeln.
Dr. Christian Rusch (Ingenieur für Elektrotechnik) Er setzt seine Schwerpunkte in die zukünftige Arbeitswelt mit guter Infrastruktur, die auch für Berufspendler attraktiv sein müsse. Dazu gehöre die Möglichkeit, von zu Hause aus arbeiten zu können, im sogenannten „Homeoffice“ und ein flächendeckendes High-Speed-Internet. Als zweites Thema nannte er eine flexible Kinderbetreuung, um Beruf und Familie gut vereinbaren zu können.
Karen Lill (Diplom-Ökonomin, Referentin), Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes. Sie sieht ihre Stärke darin, Lösungen zu entwickeln und Anträge zu formulieren. Damit möchte sie helfen, die guten Ansätze, die aus ganz unterschiedlichen Gruppierungen kommen, entscheidungsreif zu machen und dann komme es darauf an, Mehrheiten zu finden.

Soziale Stadt: Zum Ochsen
Hier gäbe es nach wie vor große Widerstände gegen eine Nutzung als Begegnungsstätte. Es sei aber nicht gelungen, einen Gaststättenbetreiber zu finden. An den Kosten für die Wiederherstellung und Betrieb der dankmalschutzwürdigen Immobilie würde sich das Land beteiligen, wenn es eine reine Begegnungsstätte wäre. Hier müsste die Stadt nur einen Teil der Kosten tragen. Als Vorschlag nannte die FDP Büroräume für Unternehmensgründer und Freiberufliche zu schaffen. Zur Zeit werde noch geprüft, ob die Gaststätte auch denkschmalschutzwürdig ist.

Umgestaltung des Kreuzplatzes
Es wäre eine riesige Chance zur Weiterentwicklung für Schifferstadt. Hier entstünde die Möglichkeit, dass die Gesellschaft miteinander in Kontakt bliebe. Der Platz werde so angelegt, dass Büsche und Grün vor dem Straßenverkehr schütze.

Verkehrskonzept
Hier müssten Parkausweise für die Anwohner geschaffen werden. Vorstellbar sei auch eine Beruhigung der Innenstadt am Wochenende, ausgestattet mit Ruhezonen, um sie familienfreundlicher zu gestalten. Möglich sei nach Meinung der FDP auch wieder die Durchführung eines Weihnachtsmarktes in der Innenstadt. Außerdem hätten die Gastronomen durch eine Verkehrsberuhigung mehr offene Bereiche. Dafür müsste es aber das ganze Jahr über kostenlose Freisitze für sie geben. Im Ortskern oder zum Beispiel im Großen Garten sollten auf ungünstig geschnittenen Grundstücksflächen Parkplätze angelegt werden. Gepflastert, begrünt und beschattet, würden sie die Attraktivität verbessern und die engen Straßen von parkenden Autos entlasten. Da der Stadtfriedhof zum 31. Dezember 2020 geschlossen wird, soll ein innerstädtischer Park entstehen. Hier sei dann für die FDP vorstellbar, aus der Kapelle eine „Hochzeitskapelle“ zu machen.
Die FDP wünscht sich, dass die Stadt vom Kreuzplatz bis zu den Bleichwiesen nach und nach verschönert und attraktiver wird und die Wohn-, Lebens- und Arbeitsqualität steigt sowie die Zukunftsfähigkeit der Stadt.

Kindertagesstätte am Schützenhaus
Die FDP zeigte sich nicht überzeugt von diesem Standort. Vielmehr unterstütze sie den Antrag der FWG zu prüfen, ob es im Römerweg eine Alternative gäbe, damit dieser nördliche Bereich berücksichtigt werde.

Bezahlbares Wohnen in Schifferstadt
Die FDP will sich dafür einsetzen, dass keine städtischen Grundstücke mehr verkauft werden. Die Stadt müsse darüber langfristig immer wieder verfügen können. Und wenn schon städtische Grundstücke verkauft werden, dann müsse der Zuschlag nach Konzept vergeben werden: an das Projekt, dass der Stadtentwicklung, dem Wohnen, der Attraktivität der Stadt diene. Es sei ur-liberal, Gestaltungsmöglichkeiten für möglichst viele Menschen offen zu halten, anstatt sie einigen wenigen zu gewähren. Man könne den einzelnen nicht zwingen, sein Eigentum “sozial” zu nutzen. Die Stadt müsse ihr Eigentum so nutzen, dass es möglichst vielen Menschen diene. Das Vorkaufsrecht der Stadt beim Verkauf von Grundstücken müsse zudem künftig regelmäßig und systematisch geprüft werden.

Kulturelles Leben in Schifferstadt
Für eine mit über 21 000 Einwohnern sei unbedingt ein Kultur-Zentrum mit etwa 500 Plätzen nötig, so wie in Dannstadt, Otterstadt und Mutterstadt. Als möglicher Standort wurde die Tennishalle und das dazugehörige Gelände genannt, was städtisches Eigentum sei. Zudem wäre eine gute Bahnverbindung gegeben.
„Wichtig ist, dass wir für die Zukunft Weichen stellen“, so das gemeinsame Fazit der FDP.

Originalartikel (Schifferstadter Tagblatt vom 13.05.2019)